Gastbeitrag von Armin Stross-Radschinski

Hier wurde auch gerade vom mehr oder weniger Städtischen Regiebetrieb Stadtwerke und der mehr oder weniger indirekten Tochter Aggua versucht, mit den Taschenspielertricks einer fragwürdigen Öffentlichkeitsarbeit den Rat und die Bürgerschaft auf eine vermeintliche zeitgemäße Verbesserung einzuschwören.

Was zunächst nach drückenden echten Sanierungsherausforderungen scheinbar unbedarft mit einer naiven Stichprobenbefragung auf den den Weg gebracht wurde und dann in beschönigender Form im Rat präsentiert wurde, fanden Bürger die hinter die Dinge geschaut haben nicht so bunt und lustig wie es nun händeringend verkauft werden soll.

Wer generell für eine offen gelebte Demokratie ist, sollte in jedem Fall noch die Gelegenheit nutzen am Wochenende und bis zum 9. April: sich sorgfältig selbst informieren und eigentlich in jedem Fall! Seine Unterschrift unter das Bürgerbegehren zur Erhaltung des Schwimmerbeckens und Sprungturms ... des Aggerfreibads setzen. Denn die negativen Konsequenzen der aktuellen etwas diffus verklärten Planung gehen deutlich über die privatwirtschaftlichen Interessen eines Anbieters für Freizeitbespaßung hinaus.

Jeder an der zukünftigen Entwicklung unserer Kommunalen Gemeinschaft interessierte Troisdorfer (gemeint: aus allen Stadtteilen!) sollte sich die Informationen beider Seiten ansehen und sich eine Meinung bilden. Wenn Politischen Kräfte die Entscheidungen in verborgene Gremien wegbestimmen, riecht das nach überheblicher Selbstüberschätzung. Niemand verliert, wenn die Sache vernünftig öffentlich diskutiert wird und die unter den Teppich gekehrten dramatischen Konsequenzen für unsere ehrenamtlichen Rettungskräfte erneut gewichtet werden.

Deutlich mehr als die benötigten 4000 Troisdorfer Unterschriften liegen bereits vor. Unentschlossene sollten jetzt erst recht Ihre Stimme mit der Unterschrift zum Bürgerbegehren abgeben. Damit ist die Sache noch nicht entschieden. Es wird aber eine offene Diskussion abgerungen. Wer dann nicht überzeugt ist kann sich dann beim folgenden Bürgerentscheid immer noch anders entscheiden. Aber die Troisdorfer wissen dann besser, was sie erwartet.

Die bunten Bildchen des Aggua und die tendenziöse Präsentation im Rat konnten uns nicht blenden. Ich glaube die haben einfach nicht zuende gedacht was die extern beauftragten Planer sich da aufgrund einer lausigen Umfrage ausgedacht haben. Woher kennen wir das? #NoFrexit Wir lassen keinen doof sterben! Exit ist englisch und bedeutet Ausgang, der Weg hinaus und wird auch gerne für Ausstieg, Notausgang und einen mehr oder weniger schmerzvollen Abgang verwendet. Das Kunstwort Brexit vereint das Schicksal des Endes des Verbleibs der Briten in der EU und den beschlossenen Ausstieg aus der Gemeinschaft mit zunächst begeisterter aber mittlerweiler nur noch bemittleidenswerter Tonalität.  


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