Diese Argumente präsentierte die Geschäftsführung der Troikomm dem Rat für den sog. "Umbau" in der Ratssitzung vom 04.12.2018:

  1. Kein Verlust. Es wird suggeriert, die Planung sei mit den Nachbarkommunen abgestimmt und diese könnten wegfallende Angebote auffangen: „…im Gegensatz zu den üblichen Schwimmbädern in der Umgebung, bei denen es eher um den sportlichen Bereich ging […] haben wir […] damals im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit […] unser Augenmerk verstärkt auf die Bereiche Sauna, Kinder und Familie gelegt…“. 

    Stimmt das?
    Zumindest die wahrscheinlich mit am stärksten betroffene Nachbargemeinde Siegburg weiß von einer solchen Absprache offenbar nichts.
  2. Kein Bedarf. Es wird suggeriert, die Vereine bräuchten das Freibad nicht: „… DLRG und SubAqua nutzen das Freibad mit 20 und 50 Personen pro Woche […] Das heißt, es kommt durch diese zwei Vereine nur zu einer Nutzung von 3,16% des 50-m-Beckens…“.

    Stimmt das?
    Die genaue Berechnungsmethode und deren Sinn bleibt der Geschäftsführer schuldig. Vielleicht 50 DLRG’ler durch die Anzahl aller Nutzer = 3,16%? Tatsache ist, dass die Rettungsübungen im tiefen Wasser durchgeführt werden müssen und deshalb künftig in das Sportbecken nach innen verlegt werden. Die dafür notwendigen Zeiten stehen den Schwimmvereinen dann nicht mehr zur Verfügung. Eine Angabe der Zeiten wäre hier wohl angebracht und sinnvoller?
  3. Keine Nachfrage. Eindeutig sinkender Trend bei den Besucherzahlen: „…Besucherzahlen sinken. Diese Zahl ist vom Hitzesommer 2003 mit 3.637 Besuchern zum Hitzesommer 2018 auf 1.200 Besucher gesunken…“

    Stimmt das?
    Das Oktopus-Bad in Siegburg meldete bereits im August 2018 einen absoluten Rekord der Besucherzahlen. „Das Jahresziel wird sicher locker übertroffen“. Zahlen in Bad Honnef gehen durch die Decke. Großer Andrang in Königswinter. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen belegt in Deutschland einen Besucherzuwachs von 60% gegenüber 2017. Warum nicht in Troisdorf?
  4. Freibad ist unzeitgemäß. Es wird suggeriert, Umfragen würden ein verändertes Freizeitverhalten belegen: „… Wir haben rund 450 Rückmeldungen bekommen. 102 Teilnehmer haben nicht gesagt, woher sie kommen. 195 kommen aus Troisdorf aber 152 kommen aus der Region…“.

    Stimmt das?
    Troisdorf hat ca. 80.000 Einwohner. Die Aussage stützt sich also auf beeindruckende 0,2%. Die Befragung war weder repräsentativ noch methodisch. Angekreuzt werden konnte „Spielen“ und „Rutschen“, nicht aber: Schwimmer- oder Sprungbecken (Trotzdem gab es offenbar Teilnehmer die diese Möglichkeit selbständig auf dem Zettel ergänzt haben).
  5. Der Umbau bedeutet eine Vergrößerung. Suggeriert wird, dass die Flächen zum Schwimmen erweitert würden: „…Wir haben ein Freibecken (geplant) mit 500 qm, das übrigens 60% größer als das Schwimmbecken im Hallenbad ist…“

    Stimmt das?
    Mag sein dass es 60% mehr Fläche als das Becken in der Halle hat. Aber war das die Frage? Tatsache ist, dass im Außenbereich derzeit 2.400 qm Wasserfläche existieren. Das sind dann 80% weniger.

 


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